Auflösung: Die Auflösung eines LED Screens orientiert sich am Pixel Pitch, wobei die beiden sich gegensätzlich verhalten. Ein niederiger/kleiner Pixel Pitch sorgt dabei für eine hohe Auflösung und umgekehrt.
Abtropfwanne: Eine Abtropfwanne ist eine Vorrichtung – meist aus Blech – die unter einem LED-Screen montiert wird, um herabfallende, brennende Kunststoffteile im Brandfall aufzufangen. Sie soll verhindern, dass diese Tropfen andere Materialien entzünden. Technisch betrachtet stellt die Abtropfwanne jedoch keine wirksame Brandschutzmaßnahme dar. Sie verbessert nicht das Brandverhalten des Produkts selbst und ersetzt keinen bauaufsichtlich anerkannten Nachweis nach EN 13501-1 oder DIN 4102-1. Auch im Baurecht wird eine solche Kompensationsmaßnahme nicht als gleichwertiger Ersatz für die Einstufung eines Produkts als z. B. „schwer entflammbar“ anerkannt.
Betrachtungswinkel: Der maximale Winkel, aus dem ein LED Screen betrachtet werden kann, ohne dass Bildqualität, Farben oder Helligkeit signifikant abnehmen. Ein weiter Betrachtungswinkel ist besonders wichtig bei großflächigen Installationen.
Bildwiederholungsrate: Die Anzahl der Bildaktualisierungen pro Sekunde, gemessen in Hertz (Hz). Höhere Werte sorgen für flüssige Bewegungen und reduzieren Flimmern – besonders wichtig für Videos.
Controller: Zentrale Steuereinheit für Bildsignale.
Dauerbetrieb: LED Screens, die für den 24/7-Betrieb ausgelegt sind. Sie verfügen über eine robuste Bauweise, spezielle Kühlung und energieeffiziente Komponenten, um lange Betriebszeiten ohne Ausfälle zu gewährleisten.
Dimmung: Anpassung der Helligkeit manuell oder automatisch.
DIN 4102: Die DIN 4102 ist eine deutsche Normenreihe, die das Brandverhalten von Baustoffen und Bauteilen beschreibt und klassifiziert. Sie teilt Materialien traditionell in Klassen wie A1/A2 (nicht brennbar), B1 (schwer entflammbar), B2 (normal entflammbar) und B3 (leicht entflammbar, im Bau nicht zulässig) ein. Grundlage ist u. a. der Brandschachtversuch. Mit der europäischen Harmonisierung wurde die DIN 4102 weitgehend durch EN 13501-1 abgelöst. Diese verwendet ein differenzierteres System (Klassen A1–F mit Zusatzklassen für Rauchentwicklung und brennendes Abtropfen). In vielen Landesbauordnungen sind Nachweise nach DIN 4102 aber noch anerkannt, z. B. für ältere oder nicht harmonisierte Bauprodukte.
Energieeffizienz: Misst Stromsparsamkeit. LEDs sind energieeffizienter als andere Displays.
EN 60695 – Prüfverfahren zum Brandverhalten von elektrischen/elektronischen Produkten: Die EN 60695 ist eine europäische Normenreihe (basierend auf IEC 60695), die Prüfverfahren zur Entflammbarkeit und zum Brandverhalten von elektrischen und elektronischen Produkten und deren Komponenten beschreibt. Ziel ist es, die Brandgefahr durch elektrische Geräte systematisch zu bewerten und zu begrenzen.
EN 13501-1: EN 13501-1 ist die europäische Norm für die Klassifizierung des Brandverhaltens von Bauprodukten. Sie legt fest, nach welchen Prüfverfahren (unter anderem Kleinbrennertest nach ISO 11925-2 und SBI-Test nach EN 13823) Baustoffe geprüft und anschließend in Brandklassen eingestuft werden. Das System reicht von A1 (nicht brennbar) bis F (leicht entflammbar) und enthält zusätzliche Kennwerte für Rauchentwicklung (s1 bis s3) und brennendes Abtropfen (d0 bis d2). Diese Klassifizierung ersetzt weitgehend nationale Systeme wie die DIN 4102 und sorgt in Europa für einheitliche Nachweise des Brandverhaltens von Bauprodukten.
Farbtemperatur: Der Farbton des weißen Lichts, gemessen in Kelvin (K). Warme Farbtemperaturen wirken gelblicher, während kalte Temperaturen ein bläuliches Licht erzeugen.
Fernseher: „Normale“ Fernseher unterscheiden sich von LED Screens. Während Fernseher meist für den privaten Heimgebrauch genutzt werden, sind LED Screens eher im geschäftlichen oder öffentlichen Umfeld zu finden.
Feuerlöscher in LED-Screens: Mini-Feuerlöscher sind kompakte, fest eingebaute Löschmodule, die in LED-Screens oder Schaltschränken integriert werden, um im Brandfall eine schnelle Brandbekämpfung direkt im Gehäuse zu ermöglichen. Sie arbeiten meist mit gasförmigen Löschmitteln (zum Beispiel Aerosol oder Novec-Flüssigkeiten), die bei Temperaturanstieg automatisch ausgelöst werden und so eine beginnende Brandentwicklung unterdrücken. Diese Systeme erhöhen die Betriebssicherheit, schützen Elektronik und Kabelisolierungen vor Feuer und sind eine zusätzliche Maßnahme neben konstruktivem Brandschutz und Brandklassifizierungen der Materialien.
Helligkeit: Die Lichtintensität eines LED Screens, gemessen in Nits (cd/m²). Outdoor-LEDs benötigen oft eine Helligkeit von über 5000 Nits, während für Indoor-Anwendungen schon deutlich weniger (500–1000 Nits) ausreichen.
Indoor LEDs: LED Screens, die für den Einsatz in Innenräumen optimiert sind. Sie benötigen weniger Helligkeit und haben meist eine höhere Auflösung, da sie für kürzere Betrachtungsabstände gedacht sind.
IP-Schutzklasse: Gibt an, wie gut der LED Screen gegen Staub (erste Zahl) und Wasser (zweite Zahl) geschützt ist. Beispiel: IP65 bedeutet, dass der Bildschirm staubdicht ist und gegen Strahlwasser geschützt ist – ideal für den Außeneinsatz.
Kalibrierung: Der Prozess, bei dem die Helligkeit und Farbwerte der einzelnen LEDs aufeinander angepasst werden, um ein gleichmäßiges Bild zu erzeugen. Regelmäßige Kalibrierung sorgt für eine konsistente Darstellung über die gesamte Fläche des Screens.
Kontrastverhältnis: Das Verhältnis zwischen dem hellsten Weiß und dem dunkelsten Schwarz, das ein LED Screen darstellen kann. Ein höheres Kontrastverhältnis (z. B. 5000:1) sorgt für ein lebendigeres und tieferes Bild.
Lebensdauer: Die Lebensdauer eines LED Screens gibt die Langlebigkeit in Betriebsstunden an. Hochwertige LEDs können 50.000 bis 100.000 Stunden halten, abhängig von der Nutzung und Wartung.
LED-Screen: Ein LED-Screen ist ein großflächiger Bildschirm, der aus vielen einzelnen LED-Panels besteht. Jedes Panel besteht aus selbstleuchtenden LEDs; zusammen ergeben sie beliebig große, helle und wetterfeste Anzeigen. LED-Screens können in fast jeder Größe gebaut werden – von kleineren Indoor-Wänden bis zu riesigen Fassaden, Stadionanzeigen oder Bühnenhintergründen – und werden vor Ort modular zusammengesetzt. Sie unterscheiden sich damit grundlegend vom Monitor als Einzelgerät und unterliegen wegen ihrer Größe und Materialzusammensetzung oft besonderen Brandschutzanforderungen.
Modularität: Modularität ist die Möglichkeit, LED Screens aus mehreren Panels zusammenzusetzen. Dadurch können Displays in jeglichen Größen und Formen gestaltet werden. Modularität erleichtert außerdem den Austausch einzelner Teile bei Wartung.
Monitor: Ein Monitor oder Display ist ein fertiges Einzelgerät zur Darstellung von Bildinhalten, zum Beispiel aus Computern oder Kameras. Technisch basiert er meist auf LCD- oder OLED-Technik, benötigt also eine Hintergrundbeleuchtung und besitzt ein eigenes Gehäuse sowie Anschlüsse. Monitore sind für den Nahbereich gedacht und liegen typischerweise in Größen zwischen 13 und 110 Zoll. Sie sind nicht modular aufgebaut und lassen sich nicht beliebig zu größeren Flächen kombinieren.
Nit: Maßeinheit für die Helligkeit eines LED Screens (cd/m²). Ein hoher Nit-Wert ist entscheidend für die Sichtbarkeit bei Tageslicht, vor allem bei Outdoor-Anwendungen
NANDO-Liste: Die NANDO-Liste ist das offizielle EU-Verzeichnis aller benannten Prüf- und Zertifizierungsstellen, die berechtigt sind, konforme Nachweise für Bauprodukte nach europäischen Normen auszustellen – z. B. zum Brandverhalten nach EN 13501-1. Nur Prüfstellen aus dieser Liste dürfen rechtlich anerkannte Nachweise für Produkte wie LED-Screens ausstellen. Prüfungen durch nicht gelistete oder außereuropäische Stellen gelten im Bauordnungsrecht als nicht zulässig.
Outdoor LEDs: LED Screens, die speziell für den Einsatz im Freien konzipiert sind. Sie zeichnen sich durch hohe Helligkeit, robuste Bauweise und eine hohe IP-Schutzklasse aus, um wetterfest zu sein.
Panel: Ein einzelnes, rechteckiges Modul, das als Baustein eines LED Screens dient. Ein Panel besteht aus mehreren LED-Pixeln. Panels sind modular aufgebaut und lassen sich nahtlos miteinander verbinden. Sie sind in verschiedenen Pixel-Pitch-Optionen und für unterschiedliche Anwendungen (Indoor oder Outdoor) erhältlich.
Pixel: Die kleinste Einheit eines LED Screens. Ein Pixel besteht aus roten, grünen und blauen (RGB) Subpixeln, die kombiniert werden, um verschiedene Farben darzustellen.
Pixel Pitch: Der Abstand der einzelnen Pixel wird als Pixel Pitch bezeichnet. Je geringer dieser ist bzw. je mehr Pixel auf der Vorderseite angebracht sind, desto besser ist die Bildschärfe. Das Bild ist bei einem Pixel Pitch von 0,7 mm also deutlich klarer als bei 10 mm.
PÜZ-Liste: Die PÜZ-Liste (Prüf-, Überwachungs- und Zertifizierungsstellen) ist ein deutsches Verzeichnis aller national anerkannten Stellen, die berechtigt sind, bauaufsichtliche Nachweise für Bauprodukte und Bauarten zu erstellen – z. B. Prüfberichte zum Brandverhalten, zur Materialqualität oder zur Feuerwiderstandsklasse. Diese Stellen sind vom Deutschen Institut für Bautechnik (DIBt) anerkannt und dürfen in Deutschland rechtsverbindliche Prüfungen durchführen, etwa für LED-Screens, wenn diese als Bauprodukt gelten. Anders als bei der NANDO-Liste, die europaweit gilt, bezieht sich die PÜZ-Liste speziell auf die Anforderungen im deutschen Bauordnungsrecht. Nur Nachweise von PÜZ-gelisteten Stellen werden von deutschen Baubehörden anerkannt, z. B. im Rahmen von Verwendbarkeits- oder Anwendbarkeitsnachweisen.
Die PÜZ-Liste finden sie Hier
Qualitätssicherung: Prüfungen & Zertifizierungen zur Sicherstellung von Zuverlässigkeit. Garantiert normgerechten Schutz (z. B. CE, TÜV).
RGB: RGB steht für Rot, Grün, Blau und ist ein Modell um Farbwerte anzugeben. Aus diesen drei Farben lassen sich über Millionen (eigentlich alle) sogenannte Lichtfarben erstellen. Das RGB-Farbschema wird in fast allen Display, somit auch LED Screens, genutzt.
Shader: Shader befinden sich zwischen den einzelnen LEDs und bestehen aus dunklem Kunststoff. Sie sollen zum einen den Kontrast erhöhen und zum anderen die LEDs vor Umwelteinflüssen schützen.
Stromverbrauch: Der Energieverbrauch eines LED Screens, gemessen in Watt. Energieeffiziente LEDs und intelligente Steuerungen reduzieren den Strombedarf, was besonders bei großen Installationen wichtig ist.
SBI Ofen / EN13501 / EN13823: Der SBI-Test (nach EN 13823) prüft das Brandverhalten von Bauprodukten im SBI-Ofen, in dem das Material wie bei einem echten Brand beflammt wird. Dabei werden Brandausbreitung, Rauchentwicklung und Tropfenbildung gemessen. Die Ergebnisse werden nach EN 13501-1 in Brandklassen wie A1 (nicht brennbar) bis E (leicht entflammbar) eingestuft – ergänzt durch Rauch- (s1–s3) und Tropfenklassen (d0–d2). Diese Prüfung ist verbindlich für Bauprodukte wie z. B. LED-Screens.
Transparente LED-Screens: Lichtdurchlässige Displays, oft genutzt für Schaufenster/Fassaden.
UL94 (nicht abtropfend):Die amerikanische UL94-Prüfnorm wird für Gerätekomponenten verwendet, ist aber kein bauordnungsrechtlich anerkannter Nachweis in der EU. Selbst die beste UL94-Klasse (z. B. V-0) ersetzt nicht die Prüfung nach EN 13501-1.
Fazit: UL94 ist für die Produktsicherheit, aber nicht für den baurechtlichen Nachweis in Deutschland geeignet.
Videoprozessor: Gerät, das Bildsignale optimiert, skaliert und an den LED Screen ausgibt. Es sorgt für die richtige Auflösung, Farbtreue und flüssige Wiedergabe – insbesondere bei Live-Events unverzichtbar.
Wartung: Regelmäßige Reinigung, Austausch, Prüfung.
X-Achse: Horizontale Pixelanzahl.
Y-Achse: Vertikale Pixelanzahl.
Zertifizierungen: Offizielle Prüfzeichen. Die gängigen Zertifizierungen für LED Screens umfassen regionale Vorschriften wie CE (EU), FCC (USA) und CCC (China) sowie Sicherheits- und Umweltstandards wie UL, ETL, RoHS und teilweise Energy Star. Weitere Zertifizierungen können die Qualität, das Brandverhalten und den Betrieb betreffen, wie ISO-Standards für Managementsysteme oder spezifische Schutzklassen (z.B. IP-Schutzarten) für den Einsatz unter bestimmten Bedingungen